# Deployment und Betrieb ## Aktueller Status Es gibt derzeit kein unterstütztes Produktionsdeployment. `compose.yaml` ist ausschließlich für lokale Entwicklung vorgesehen. Es startet `tsx watch` und `next dev`, bindet Quellcode vom Host ein und enthält weder TLS, Authentifizierung, Reverse Proxy, Prozesshärtung noch ein zentral betriebenes Datenbanksystem. Der Stack darf deshalb nicht als produktionsreif bezeichnet oder öffentlich erreichbar gemacht werden. ## Entwicklungs-Topologie | Komponente | Port | Healthcheck | Persistenz | | --- | ---: | --- | --- | | Next.js Web | 3001 | `GET /` | keine | | Express API | 3000 | `GET /health` | `./data:/app/data` | | SQLite | Datei | Integritäts-/FK-Prüfung via Backup und Skript | `data/leistungsbilanz.db` | Verwendete Umgebungsvariablen: - `PORT` – API-Port, Standard `3000` - `API_INTERNAL_URL` – internes API-Ziel des Next.js-Rewrites, im Compose-Netz `http://api:3000` - `NEXT_TELEMETRY_DISABLED=1` - `CHOKIDAR_USEPOLLING=true` und `WATCHPACK_POLLING=true` für lokale Dateibeobachtung in Docker - `LOG_LEVEL` – steuert für beide Dienste die Ausgabestufe des strukturierten JSON-Loggers (`error`, `warn`, `info`, `verbose`, `debug`), Standard `info`. Setzbar über eine `.env`-Datei neben `compose.yaml` oder `LOG_LEVEL=verbose docker compose up`. Beim API-Start laufen zuerst `npm run db:migrate` und `npm run db:verify:circuit-schema`. ## Logging Beide Dienste schreiben strukturierte, einzeilige JSON-Log-Zeilen nach stdout/stderr (`docker compose logs --follow`). Jede Zeile enthält `timestamp`, `level`, `scope` und `message`. `compose.yaml` konfiguriert für beide Dienste den `json-file`-Treiber mit Rotation (`max-size: 20m`, `max-file: 10`, also bis zu 200 MB je Dienst); ohne diese Einstellung würde Docker mit der Standardkonfiguration unbegrenzt in eine einzelne Datei unter `/var/lib/docker/containers//` schreiben. Die Logs überleben einen Container-Neustart (`docker compose restart`), aber nicht das Entfernen des Containers (`docker compose down` gefolgt von `up` erzeugt neue Container und damit neue, leere Logdateien); für ein echtes Langzeitarchiv über Rebuilds hinweg müssten die Zeilen zusätzlich in eine Datei im gemounteten `./data`-Verzeichnis oder an ein externes Log-System geschrieben werden. Die Express-API protokolliert jede abgeschlossene Anfrage (Methode, Pfad, Status, Dauer; `/health` wird nicht mitgeloggt) sowie unbehandelte Exceptions/Promise-Rejections. Das Next.js-Frontend protokolliert Seitenanfragen (Navigation) über `src/proxy.ts` und unbehandelte Fehler über `src/instrumentation.ts`. Beide Prozesse schreiben zusätzlich alle fünf Minuten einen `verbose`-Heartbeat mit Laufzeit und Speicherverbrauch – nützlich, um Speicherlecks oder Hänger vor einem 502 über einen längeren Zeitraum nachzuvollziehen. Für die Detailsuche `LOG_LEVEL=debug` setzen; das protokolliert zusätzlich den Start jeder API-Anfrage und macht damit hängende (nie abgeschlossene) Requests sichtbar. Ein `close`-Ereignis ohne vorheriges `finish` wird als `request aborted before response finished` (`warn`) geloggt und zeigt damit vom Client oder einem vorgeschalteten Proxy abgebrochene Verbindungen. Eine unbehandelte Exception oder Promise-Rejection wird geloggt und beendet den jeweiligen Prozess anschließend bewusst (`process.exit(1)`), statt in einem unbekannten Zustand weiterzulaufen. Beide Dienste laufen deshalb mit `restart: unless-stopped`, damit Docker sie danach automatisch neu startet; ohne diese Policy würde ein Crash den Dienst dauerhaft unerreichbar lassen. ## Voraussetzungen für ein späteres Produktionssetup Vor einer produktiven Installation werden mindestens benötigt: - reproduzierbare Produktionsimages und ein Next.js-Produktionsstartskript - TLS-Termination und Reverse Proxy - Authentifizierung, Autorisierung und Benutzer-/Rollenmodell - definierte Secrets- und Konfigurationsverwaltung - persistenter, gesicherter Datenbankbetrieb - kontrollierter einmaliger Migrationsschritt vor dem API-Rollout - Monitoring, strukturierte Logs und Alarmierung - getestete Backup-, Restore- und Rollback-Prozeduren - Entscheidung, ob SQLite für einen einzelnen Prozess genügt oder PostgreSQL für Mehrbenutzerbetrieb erforderlich ist Bis diese Punkte umgesetzt und getestet sind, besteht die „Installation“ aus dem lokalen Entwicklungsstart in der README. ## Backup und Wiederherstellung `npm run db:backup` erzeugt unter `data/backups/` ein konsistentes SQLite-Backup, öffnet es unabhängig und prüft Integrität sowie Fremdschlüssel. Diese Dateisicherungen sind von zukünftigen logischen Projektversionen getrennt. Eine produktive Restore-Anweisung wird erst zusammen mit einem unterstützten Produktionsbetrieb veröffentlicht. Lokale Wiederherstellung darf nur bei gestoppter API, gegen eine separate Datei und nach erneuter Integritätsprüfung erfolgen.