# Serial-Protokoll (CDC USB) Dateien: - `hal/usb_serial.h` - `hal/usb_serial.cpp` - `CMainController.cpp` ## Paketformat Alle Pakete sind exakt 8 Byte lang: ```text Byte 0: command / event id Byte 1: key_id oder chunk-index oder chunk-count Byte 2..7: kommandospezifische Daten ``` LED-Kommandos verwenden Byte 2..4 für RGB. Config- und Makro-DATA-Pakete verwenden alle sechs Bytes 2..7 als Nutzlast. Einfache Events aus `usb_serial_send()` nutzen höchstens Byte 2..3 und füllen den Rest mit null. Es gibt kein Framing, keinen Längenheader und keine Prüfsumme auf Paketebene. ## Richtungen | Richtung | IDs | Verarbeitung | |---|---|---| | PC -> Board | `0x01..0x7F` | `poll_vendor()` | | Board -> PC | `0x81..0xFF` | `usb_serial_send()` | ## Commands | ID | Name | Zweck | |---|---|---| | `0x01` | `SET_LED_OVERRIDE` | temporaere LED-Override setzen | | `0x02` | `CLEAR_LED_OVERRIDE` | Override entfernen | | `0x03` | `SET_LED_BASE` | Base-Farbe im RAM setzen | | `0x05` | `PING` | Antwort: `PONG` | | `0x10` | `CONFIG_BEGIN` | Config-Transfer starten | | `0x11` | `CONFIG_DATA` | 6 Byte Config-Nutzdaten | | `0x12` | `CONFIG_COMMIT` | Config pruefen und speichern | | `0x13` | `CONFIG_READ` | Config-Dump an Host senden | | `0x20` | `MACRO_BEGIN` | Makro-Transfer starten | | `0x21` | `MACRO_DATA` | 6 Byte Makro-Nutzdaten | | `0x22` | `MACRO_COMMIT` | Makros speichern | | `0x23` | `MACRO_READ` | Makro-Dump an Host senden | ## Events | ID | Name | Zweck | |---|---|---| | `0x81` | `KEY_DOWN` | wird für jede aktuelle Host-Action gesendet | | `0x82` | `KEY_UP` | definiert, aktuell nicht gesendet | | `0x83` | `ENC_CW` | definiert, aktuell nicht gesendet | | `0x84` | `ENC_CCW` | definiert, aktuell nicht gesendet | | `0x85` | `PONG` | Antwort auf Ping | | `0x90` | `CONFIG_ACK` | Config erfolgreich gespeichert | | `0x91` | `CONFIG_NACK` | Config ungueltig oder NVM-Timeout | | `0x92` | `CONFIG_BEGIN` | Config-Dump beginnt | | `0x93` | `CONFIG_DATA` | 6 Byte Config-Dump | | `0x94` | `CONFIG_END` | Config-Dump fertig | | `0x95` | `MACRO_ACK` | Makros erfolgreich gespeichert | | `0x96` | `MACRO_BEGIN` | Makro-Dump beginnt | | `0x97` | `MACRO_DATA` | 6 Byte Makro-Dump | | `0x98` | `MACRO_END` | Makro-Dump fertig | | `0x99` | `MACRO_NACK` | Makro-Speichern fehlgeschlagen | Bei `ActionType::HOST_COMMAND` enthält Byte 1 die Matrix-Key-ID oder die Encoder-ID. `SAction.data` wird nicht übertragen. Auch CW- und CCW-Actions senden aktuell `0x81`; die Drehrichtung ist im Paket nicht enthalten. ## Chunk-Zahlen Aktuelle Blob-Groessen: - Config: `740` Byte - Makros: `512` Byte Bei 6 Nutzbytes pro Paket ergibt das: ```text Config: ceil(740 / 6) = 124 Chunks Makros: ceil(512 / 6) = 86 Chunks ``` Wichtig fuer Implementierungen: Der Byte-Offset eines Chunks muss mindestens 16 Bit breit sein. Bei der Config liegt der Offset ab Chunk 43 ueber 255 Byte; ein 8-Bit-Offset wuerde ueberlaufen und spaetere Profilbereiche falsch dumpen. ## Transferablauf ### PC -> Board ```text BEGIN(chunk_count) DATA 0 DATA 1 ... COMMIT ``` ### Board -> PC ```text BEGIN(chunk_count) DATA 0 DATA 1 ... END ``` ## Validierung `CONFIG_COMMIT` prueft: - Magic - Version - CRC Nur bei erfolgreicher Pruefung wird in NVM geschrieben. `MACRO_COMMIT` schreibt ohne CRC direkt nach NVM und signalisiert nur Erfolg oder Fehler. Die in `BEGIN` angekündigte Chunkzahl wird zwar gespeichert, aber beim Commit nicht ausgewertet. Die Firmware verfolgt nicht, welche Chunkindizes tatsächlich eingetroffen sind. Doppelte, fehlende und ungeordnete Chunks werden deshalb nicht als solche erkannt. Bei Configdaten schlägt ein unvollständiger Transfer typischerweise an der CRC fehl; bei Makrodaten kann ein unvollständiger Null-gefüllter Puffer gespeichert werden. Die Configvalidierung prüft keine Feldwerte oder Enum-Bereiche. Insbesondere müssen Hostimplementierungen gültige Profilindizes, Actiontypen, LED-Enums und Animationsperioden liefern. ## Praktische Hinweise fuer die GUI - nach `CONFIG_COMMIT` auf `CONFIG_ACK` oder `CONFIG_NACK` warten - danach erst `MACRO_*` senden - Dumps besser sequenziell lesen: zuerst Config, danach Makros - `DtrEnable` muss aktiv sein, sonst verwirft das Board CDC-Ausgaben - ausschließlich vollständige 8-Byte-Pakete schreiben; schon ein verlorenes Byte verschiebt die Paketgrenzen für alle folgenden Daten - Encoder-Host-Actions derzeit nicht anhand von `0x83/0x84` erwarten ## Implementierungsdetails - RX-Ringbuffer: 256 Byte = 32 volle Pakete; er ist ein laufender Zwischenpuffer und fasst keinen kompletten Configtransfer - feste 8-Byte-Pakete vereinfachen Firmware und GUI - nach einem reinen SWD-Reflash kann ein physischer USB-Reconnect noetig sein