3.7 KiB
Bekannte Einschränkungen und Risiken
Diese Liste beschreibt den aktuellen Implementierungsstand nach den Robustheitskorrekturen. Sie ist keine Liste bereits umgesetzter Features.
Bootloader-Ziel bleibt nicht unterstützt
Das aktive Ziel versapad_nobl reserviert den kompletten Bereich
0x1FB00..0x1FFFF für Makros und Config. Das auskommentierte
USB-Bootloader-Environment verwendet dagegen weiterhin eine historische
Board-/Linker-Konfiguration und ist nicht als Produktionsziel verifiziert.
Die aktive Boarddatei benennt die MCU als samd21g17d, setzt für den
Arduino-Core aber weiterhin das Kompatibilitätsmakro __SAMD21G18A__. Der
PlatformIO-Build meldet korrekt 128 KiB physischen Flash, 16 KiB RAM und
129.792 Byte nutzbaren Firmwarebereich. Vor device-spezifischen
Core-Änderungen sollte die historische Makro-Abweichung trotzdem geprüft
werden.
Event-Queue hat eine feste Kapazität
Matrix- und Encoder-Producer verändern den Tail-Index nicht mehr gleichzeitig: Der Matrixcallback maskiert Interrupts während seines Queue-Pushs.
Die Queue besitzt aber weiterhin nur 16 nutzbare Slots. Bei Überlauf wird ein neues Event ohne Hostmeldung verworfen. Das kann vor allem während blockierender Makro-, NVM- oder Feedbackpfade auftreten.
Host-Command-Ausführung liegt in der Desktop-App
Die Firmware überträgt Command-ID, Key-/Encoder-ID und Eventrichtung vollständig. VersaGUI validiert und empfängt diese Pakete, führt eine Command-ID aber noch nicht als Prozess-, URL- oder frei konfigurierbare Hostaktion aus. Eine spätere Implementierung benötigt ein explizites, sicheres Mapping; beliebige Command-Strings sollten nicht direkt an eine Shell weitergegeben werden.
Grenzen des HID-Reports
Keyboard-Holds und Modifier werden referenzgezählt. Der USB-Descriptor kann maximal sechs unterschiedliche Keyboard-Usages gleichzeitig darstellen. Weitere Holds bleiben intern aktiv und rücken nach, sobald ein Report-Slot frei wird.
Der Consumer-Descriptor enthält genau ein Usage. Mehrere Consumer-Holds werden intern verwaltet, sichtbar ist jeweils das zuletzt gedrückte aktive Usage.
CDC bleibt ein festes, ungeframtes Paketprotokoll
Config- und Makrotransfers prüfen jetzt Chunkzahl, eindeutige Indizes und Vollständigkeit. Config besitzt zusätzlich CRC und Feldvalidierung.
Weiterhin gilt:
- Das Protokoll hat kein Byte-Framing. Ein verlorenes oder zusätzliches Byte verschiebt die 8-Byte-Paketgrenzen bis zum Reconnect.
- Einzelpakete besitzen keine Sequenznummer oder Prüfsumme.
- Die Makrotabelle besitzt im NVM keine persistente CRC; beim Transfer werden nur Vollständigkeit und HID-Keycode-Bereiche geprüft.
Farbanimationen und Helligkeit
Globale und LED-spezifische Helligkeit werden beim Laden in die Base-Farbe
eingerechnet. COLOR_CYCLE berechnet RGB dagegen direkt mit festen 40 %
Helligkeit und ignoriert Base-Farbe sowie Override.
COLOR_FADE aus der Config wird als einmaliger Fade von Schwarz zur
gespeicherten Base-Farbe interpretiert.
Reservierte beziehungsweise noch ungenutzte Hardware und Felder
- Die drei Fader-Pins sind im Variant und in
config/pins.hdefiniert, werden absichtlich noch nicht von der Firmware eingelesen. enc_sensitivity[4]wird gespeichert und mit Default1befüllt, beeinflusst die Encoderdekodierung derzeit aber nicht.SET_LED_BASEverändert nur den RAM-Zustand und wird nicht in NVM persistiert.
Zeitverhalten
Makros und Encoder-Taps verwenden blockierende delay()-Aufrufe. Startsignal,
Werksreset-Feedback und NVM-Operationen blockieren ebenfalls den Loop. Während
dessen werden Matrix und CDC nicht bearbeitet; Encoder-ISRs können weiter
Events erzeugen, bis die Queue voll ist.