VersaMCU/doc/09_known_limitations.md
Julian Appel 33d9e85992 Fold bootloader documentation into the main doc/ index
Adds doc/10_usb_bootloader.md as the primary reference for the UF2
bootloader (memory layout, key-based boot entry, build/flash steps,
hardware test findings, known limitations), following the existing
numbered-doc convention. Updates doc/INDEX.md, doc/09_known_limitations.md
(bootloader is no longer "not supported", just scoped), and
doc/08_development.md accordingly.

Removes bootloader/TESTING.md (its findings now live in
doc/10_usb_bootloader.md) and trims bootloader/README.md down to what
belongs with that subproject specifically: upstream attribution/license
and local build/flash commands, plus the OpenOCD manual-flashing
warning since that's implementation-specific detail that would clutter
the higher-level doc.

Updates the top-level README.md (feature table, hardware table,
quickstart, project tree, doc links) to reflect USB flashing as a
supported path alongside SWD.

Co-Authored-By: Claude Sonnet 5 <noreply@anthropic.com>
2026-08-05 22:49:56 +02:00

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4.4 KiB
Markdown

# Bekannte Einschränkungen und Risiken
Diese Liste beschreibt den aktuellen Implementierungsstand nach den
Robustheitskorrekturen. Sie ist keine Liste bereits umgesetzter Features.
## USB-Bootloader hat einen eingeschränkten Gültigkeitsbereich
Der UF2-Bootloader (`bootloader/`, App-Environment `env:versapad_usb`,
Details in [10_usb_bootloader.md](10_usb_bootloader.md)) ist auf echter
Hardware verifiziert und ergänzt den SWD-Weg, ersetzt ihn aber nicht: der
Bootloader selbst muss weiterhin einmalig per Atmel-ICE/SWD geflasht werden.
Verbleibende Einschränkungen:
- `uf2conv.py`/`upload_uf2.py` (Repo-Root) suchen das `VERSABOOT`-Laufwerk
nur über die Windows-API, keine macOS/Linux-Unterstützung.
- Die Bootloader-USB-PID (`0x0043`) ist kollisionsfrei verifiziert, aber kein
offiziell registrierter Wert unter Adafruits VID `0x239A`.
- Kein Software-Trigger, um aus der laufenden App heraus in den
Bootloader-Modus zu wechseln — nur der physische Weg (Kabel ziehen, Taste
halten, wieder einstecken).
- Bootloader-Flash-Auslastung ~90 % (7364 von 8192 Byte), wenig Puffer für
Änderungen am Bootloader selbst.
Sowohl `boards/versapad_nobl.json` (SWD-Ziel) als auch `boards/versapad.json`
(USB-Bootloader-Ziel) benennen die MCU als `samd21g17d`, setzen für den
Arduino-Core aber weiterhin das Kompatibilitätsmakro `__SAMD21G18A__`. Der
PlatformIO-Build meldet korrekt 128 KiB physischen Flash, 16 KiB RAM und
129.792 Byte (`versapad_nobl`) beziehungsweise 121.600 Byte
(`versapad`, abzüglich 8 KiB Bootloader) nutzbaren Firmwarebereich. Vor
device-spezifischen Core-Änderungen sollte die historische Makro-Abweichung
trotzdem geprüft werden.
## Event-Queue hat eine feste Kapazität
Matrix- und Encoder-Producer verändern den Tail-Index nicht mehr gleichzeitig:
Der Matrixcallback maskiert Interrupts während seines Queue-Pushs.
Die Queue besitzt aber weiterhin nur 16 nutzbare Slots. Bei Überlauf wird ein
neues Event ohne Hostmeldung verworfen. Das kann vor allem während
blockierender Makro-, NVM- oder Feedbackpfade auftreten.
## Host-Command-Ausführung liegt in der Desktop-App
Die Firmware überträgt Command-ID, Key-/Encoder-ID und Eventrichtung
vollständig. VersaGUI validiert und empfängt diese Pakete, führt eine
Command-ID aber noch nicht als Prozess-, URL- oder frei konfigurierbare
Hostaktion aus. Eine spätere Implementierung benötigt ein explizites,
sicheres Mapping; beliebige Command-Strings sollten nicht direkt an eine Shell
weitergegeben werden.
## Grenzen des HID-Reports
Keyboard-Holds und Modifier werden referenzgezählt. Der USB-Descriptor kann
maximal sechs unterschiedliche Keyboard-Usages gleichzeitig darstellen.
Weitere Holds bleiben intern aktiv und rücken nach, sobald ein Report-Slot
frei wird.
Der Consumer-Descriptor enthält genau ein Usage. Mehrere Consumer-Holds werden
intern verwaltet, sichtbar ist jeweils das zuletzt gedrückte aktive Usage.
## CDC bleibt ein festes, ungeframtes Paketprotokoll
Config- und Makrotransfers prüfen jetzt Chunkzahl, eindeutige Indizes und
Vollständigkeit. Config besitzt zusätzlich CRC und Feldvalidierung.
Weiterhin gilt:
- Das Protokoll hat kein Byte-Framing. Ein verlorenes oder zusätzliches Byte
verschiebt die 8-Byte-Paketgrenzen bis zum Reconnect.
- Einzelpakete besitzen keine Sequenznummer oder Prüfsumme.
- Die Makrotabelle besitzt im NVM keine persistente CRC; beim Transfer werden
nur Vollständigkeit und HID-Keycode-Bereiche geprüft.
## Farbanimationen und Helligkeit
Globale und LED-spezifische Helligkeit werden beim Laden in die Base-Farbe
eingerechnet. `COLOR_CYCLE` berechnet RGB dagegen direkt mit festen 40 %
Helligkeit und ignoriert Base-Farbe sowie Override.
`COLOR_FADE` aus der Config wird als einmaliger Fade von Schwarz zur
gespeicherten Base-Farbe interpretiert.
## Reservierte beziehungsweise noch ungenutzte Hardware und Felder
- Die drei Fader-Pins sind im Variant und in `config/pins.h` definiert, werden
absichtlich noch nicht von der Firmware eingelesen.
- `enc_sensitivity[4]` wird gespeichert und mit Default `1` befüllt,
beeinflusst die Encoderdekodierung derzeit aber nicht.
- `SET_LED_BASE` verändert nur den RAM-Zustand und wird nicht in NVM
persistiert.
## Zeitverhalten
Makros und Encoder-Taps verwenden blockierende `delay()`-Aufrufe. Startsignal,
Werksreset-Feedback und NVM-Operationen blockieren ebenfalls den Loop. Während
dessen werden Matrix und CDC nicht bearbeitet; Encoder-ISRs können weiter
Events erzeugen, bis die Queue voll ist.