Hardware-tested the UF2 bootloader end to end on a real VersaPad v2 board. Found and fixed a real bug: the bootloader's jump into the app (__set_MSP -> SCB->VTOR -> bx) hard-faulted on every standalone boot, even with the debugger fully disconnected; identical register/VTOR values injected directly by a halted debugger ran fine, which pointed at the missing __DSB()/__ISB() barriers ARM's own guidance requires for this exact pattern. Also fixed a USB PID collision (0x0011 is Adafruit's own Gemma M0 bootloader PID, misidentified by Windows as a Circuit Playground COM port instead of exposing VERSABOOT). This board has no dedicated reset/boot button, so add a hardware boot entry that doesn't need one: holding the bottom-right Cherry MX key (key_id 24) during reset/power-on drives its matrix row and reads its column directly in the bootloader, before the app is even validated. Also corrected the app-side flash_with_bootloader.ld (was missing the NVM carve-out flash_without_bootloader.ld already has) and boards/versapad.json (wrong flash/RAM size, wrong MCU macro, stale PID), and enabled the previously-commented-out env:versapad_usb. Documented findings in bootloader/README.md, bootloader/TESTING.md, and doc/09_known_limitations.md. Co-Authored-By: Claude Sonnet 5 <noreply@anthropic.com> |
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VersaMCU UF2-Bootloader
USB-Bootloader für das VersaPad-v2-Makropad. Wird per Atmel-ICE/SWD einmalig
auf den ATSAMD21G17D geflasht und belegt 0x0000..0x1FFF (8 KiB). Danach
lässt sich die App-Firmware ohne SWD über USB aktualisieren: Bootloader-Modus
aktivieren, Board erscheint als USB-Laufwerk VERSABOOT, .uf2-Datei drauf
kopieren.
Der Bootloader selbst (Flash, USB-Enumeration, Massenspeicher-Modus,
Rücksprung in die App) ist auf echter Hardware verifiziert, siehe
Hardwaretest. Der App-seitige .uf2-Schreibweg
(Firmware tatsächlich über das Laufwerk aktualisieren) ist noch nicht gebaut,
siehe Bekannte Einschränkungen.
Diese Platine hat keinen dedizierten Reset-/Boot-Taster. Bootloader-Modus aktivieren heißt hier: unterste rechte Cherry-MX-Taste (key_id 24) beim Einstecken/Reset gedrückt halten. Siehe Hardware-Bootloader-Einstieg.
Herkunft
Abgeleitet und stark eingekürzt aus
microsoft/uf2-samdx1 (MIT-Lizenz,
siehe LICENSE-uf2-samdx1). Übernommen wurden nur die
SAMD21-Bootloader-Sourcen (src/, inc/), die zugehörigen CMSIS-/ASF-Header
für genau den SAMD21G17A-Chip (lib/) sowie das Linkerskript, angepasst auf
den 128-KiB-Flash/16-KiB-RAM-Chip auf diesem Board (Original-Vorlagen zielen
auf 256-KiB-Chips wie den SAMD21G18A). Board-Vorlage war boards/gemma_m0
aus dem Original-Repo (crystalless, gleiche USB_VID wie unser Board).
Nicht übernommen: SAMD51/SAME54-Support, der Bootloader-Selbstupdate-Pfad
(selfmain.c, sketch.cpp, das python2-Tooling uf2conv.py/gendata.py)
und das Node-/Makefile-basierte Build-System — stattdessen ein eigenständiges
PlatformIO-Environment, damit dasselbe Tooling wie für die App-Firmware
ausreicht.
Build
cd bootloader
pio run -e versapad_bootloader
Flash (Atmel-ICE/SWD, einmalig, überschreibt ggf. vorhandene App-Firmware nicht,
da nur 0x0000..0x1FFF beschrieben wird)
pio run -e versapad_bootloader --target upload
Hardware-Bootloader-Einstieg ohne Reset-Taster
Die Platine hat keinen dedizierten Reset-/Boot-Taster (Custom-PCB-Design).
Der klassische UF2-"Doppel-Tap-Reset" braucht aber gar keinen physischen Pin —
check_start_application() in src/main.c prüft ein RAM-Flag
(DBL_TAP_PTR/DBL_TAP_MAGIC), das bei jedem Reset gesetzt wird, unabhängig
von der Reset-Quelle.
Statt eines eigenen Tasters wird die unterste rechte Cherry-MX-Taste
(key_id 24 in der App-Firmware, siehe ../src/config/pins.h) missbraucht:
key_id 24liegt auf COL4 (PA08) × ROW4 (PA15)boot_key_pressed()insrc/main.ctreibt ROW4 kurz auf LOW und liest COL4 zurück — kein voller Matrixscan nötig, nur ein Drei-Pin-Check- der Check läuft ganz am Anfang von
check_start_application(), noch vor der App-Adress-Validierung und vor der RCAUSE-/DBL-TAP-Logik: funktioniert also auch bei kaputter/gelöschter App-Firmware und bei normalem Power-On (Stecker ziehen/reinstecken), kein Software-Trigger in der App nötig - Pin-Konstanten stehen in
include/board_config.h(BOOT_KEY_ROW_PIN/BOOT_KEY_COL_PIN)
Bedienung: USB-Kabel ziehen, unterste rechte Taste gedrückt halten, Kabel
wieder einstecken (Taste dabei weiter halten) → Board bootet direkt in
VERSABOOT. Ohne gehaltene Taste startet die App normal.
Hardwaretest (2026-08-05)
Erster vollständiger Hardwaretest auf einem echten VersaPad-v2-Board über Atmel-ICE/SWD. Ergebnisse:
- Bootloader-Build/-Flash/-Verify laufen sauber (89,9 % Flash, 7364/8192 Byte).
- USB-Enumeration und
VERSABOOT-Massenspeicher-Modus funktionieren nach dem PID-Fix (siehe unten) korrekt, inklusive korrektemINFO_UF2.TXT. - Der Tastencheck (oben) funktioniert wie vorgesehen: gehaltene Taste beim
Boot →
VERSABOOT, sonst normaler App-Start. - Kritischer Bug gefunden und behoben: Der Sprung vom Bootloader in die
App (
__set_MSP→SCB->VTOR→bx) führte bei jedem echten, eigenständigen Boot (auch bei komplett getrenntem Debugger) zu einem Hard-Fault/Lockup der CPU. Identische Register-/VTOR-Werte, vom Debugger bei angehaltener CPU direkt injiziert, liefen dagegen einwandfrei — das grenzte den Fehler auf die Ausführung der Sprungsequenz selbst ein, nicht auf falsche Werte. Fix:__DSB(); __ISB();zwischen demSCB->VTOR-Schreib- zugriff und dembxincheck_start_application()(src/main.c) — von ARM für genau dieses Bootloader-Pattern vorgeschrieben, hat im vendorten Code gefehlt. Nach dem Fix bootet die App-Firmware zuverlässig, mit und ohne angeschlossenen Debugger.
Bekannte Einschränkungen
- Flash-Auslastung ~90 % (7364 von 8192 Byte). Wenig Puffer für Änderungen.
- Kein Status-LED-Feedback im Bootloader-Modus, da die Platine nur eine WS2812-Kette (kein einfaches GPIO-LED oder DotStar) hat und der Original-Code dafür nicht ausgelegt ist.
- USB_PID war ursprünglich
0x0011(Adafruit Gemma M0s eigene Bootloader-PID, unverändert aus der Vorlage übernommen) — kollidierte auf Rechnern mit installiertem Adafruit-Treiber, wurde alsAdafruit Circuit Playground-COM-Port statt als Massenspeicher gebunden. Verifiziert am 2026-08-05, seither0x0043. Bleibt ein Wert ohne echte Registrierung (kein offiziell zugeteilter PID unter Adafruits VID); ein sauber eigener VID (z. B. über pid.codes) wäre die langfristig korrekte Lösung, ist aber nicht Teil dieses Branches. - Die App-Firmware erzeugt noch keine
.uf2-Datei, nur.bin/.elf(SWD-Weg). Der geplante Weg über dasVERSABOOT-Laufwerk ist damit noch nicht nutzbar. env:versapad_usbin der Haupt-platformio.iniverwendetupload_protocol = sam-ba— das klassische Arduino/Atmel-SAM-BA-Protokoll, nicht das UF2/Massenspeicher-Verfahren dieses Bootloaders. Für echtes USB-Flashen wird stattdessen ein.bin→.uf2-Konvertierungsschritt plus einfaches Kopieren aufs Laufwerk benötigt, kein spezielles Upload-Protokoll.