Update firmware documentation and agent guidance

This commit is contained in:
2026-07-24 09:27:07 +02:00
parent ac3b2aa90f
commit 50dbf8fbee
26 changed files with 592 additions and 196 deletions
+33 -14
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@@ -1,4 +1,4 @@
# VersaMCU - Architekturuebersicht
# VersaMCU Architekturübersicht
## Zielplattform
@@ -7,23 +7,27 @@
| MCU | ATSAMD21G17D, Cortex-M0+, 48 MHz |
| Flash | 128 KB |
| RAM | 16 KB |
| FPU | keine, deshalb Integer-Arithmetik |
| FPU | keine; LED-/Timingpfade verwenden Integer-Arithmetik |
| USB | HID Keyboard + Consumer + CDC Serial |
| Toolchain | PlatformIO + Arduino Core |
## Setup und Loop
```text
setup()
macro_config_load()
nvm_config_load()
init_buttons()
usb_hid_init()
usb_serial_init()
matrix_init(cb)
encoder_init(cb)
Arduino setup()
delay(500)
ws2812_init()
rotes Startsignal für 1 s
CMainController::setup()
macro_config_load()
init_buttons() -> nvm_config_load()
Queue-Bridge setzen
usb_hid_init()
usb_serial_init()
matrix_init(cb)
encoder_init(cb)
loop()
Arduino loop()
matrix_scan()
poll_vendor()
processEvents()
@@ -39,6 +43,9 @@ Die Reihenfolge ist absichtlich simpel:
- Sonderlogik fuer den Werksreset pruefen
- LED-Frame nur bei Bedarf rendern
Makros, Encoder-Taps, NVM-Schreiben sowie Start- und Reset-Feedback verwenden
blockierende Delays. Währenddessen werden Matrix und CDC nicht bearbeitet.
## Datenfluss
```text
@@ -67,7 +74,7 @@ LED-Render
| `main.cpp` | startet den Controller |
| `CMainController.*` | Orchestrator fuer Inputs, Actions, Serial, LEDs |
| `CButton.*` | LED-Zustand, Animationen, Action-Referenz |
| `CEventQueue.*` | ISR-sicherer Ringbuffer |
| `CEventQueue.*` | fester Ringbuffer mit 16 nutzbaren Slots |
| `config/nvm_config.*` | Config v3 laden, speichern, Defaults |
| `config/macro_config.*` | Makros laden, speichern |
| `hal/matrix.*` | 5x5-Matrixscan mit Debounce |
@@ -76,6 +83,9 @@ LED-Render
| `hal/usb_serial.*` | CDC-Paketpfad |
| `hal/ws2812.*` | WS2812-Treiber |
Die drei Fader sind nur im Variant und in `config/pins.h` definiert. Es gibt
aktuell keinen Fader-HAL und keine Verarbeitung im Controller.
## Key-ID-Schema
```text
@@ -100,8 +110,17 @@ Der Werksreset ist keine PC-Funktion, sondern Teil der Firmware:
## Invarianten
- kein Heap
- keine Floats
- Projektcode vermeidet dynamische Allokation
- Integer-Arithmetik in zeitkritischen LED-/ISR-Pfaden
- `packed` fuer serielle und NVM-relevante Structs
- NVM-Schreibpuffer muessen 4-Byte-aligned sein
- `usb_serial_send()` sendet nur bei aktiver CDC-Verbindung
## Nebenläufigkeit
Encoder-Callbacks laufen im EIC-Interrupt, Matrixcallbacks im Loop. Beide
schreiben in dieselbe `CEventQueue`; `processEvents()` liest im Loop. Die Queue
besitzt aktuell keinen Interruptschutz für den Matrix-Push und verwirft Events
bei Überlauf. Das ist eine bekannte Einschränkung, keine garantierte
Multi-Producer-Sicherheit; siehe
[09_known_limitations.md](09_known_limitations.md).
+4 -1
View File
@@ -41,5 +41,8 @@ key_id = col * MATRIX_ROWS + row
## Kontext
- Läuft im Loop-Kontext (kein ISR)
- Encoder-SW-Tasten gehen durch denselben Matrix-Pfad (COL_0)
- Encoder-SW-Tasten gehen durch denselben Matrix-Pfad (`COL_0`)
- `matrix_scan()` wird einmal pro `loop()` aufgerufen
- Der Callback schreibt in dieselbe Queue wie die Encoder-ISRs. Ein
Encoderinterrupt kann den Matrix-Push unterbrechen; die aktuelle Queue
schützt diesen Multi-Producer-Fall nicht ausdrücklich.
+8 -1
View File
@@ -41,8 +41,15 @@ static void isr_enc0_b() { handle_encoder(0); }
## ISR-Sicherheit
- `s_state[]` und `s_accum[]` sind `volatile`
- `CEventQueue::push()` ist ISR-sicher (atomare Index-Inkremente auf Single-Core-M0+, kein Heap)
- Der Callback-Pointer `s_cb` wird einmalig in `setup()` gesetzt, bevor Interrupts aktiviert werden
- ISR-Wrapper führen nur Dekodierung und Queue-Push aus; sie rufen kein USB,
NVM, LED-Rendering oder `delay()` auf
Wichtig: Die Queue wird zusätzlich vom Matrixcallback im Loop beschrieben.
Ein Encoderinterrupt kann diesen Push unterbrechen. Die Implementierung ist
damit nicht streng Single-Producer und besitzt für diesen Fall aktuell keinen
Interruptschutz. Details:
[09_known_limitations.md](09_known_limitations.md).
## Initialisierung
+23 -3
View File
@@ -25,7 +25,7 @@ Das `packed` ist zwingend, weil Config v3 bytegenau zwischen Firmware und GUI ue
| `NONE` | keine Aktion | - |
| `HID_KEY` | Tastaturtaste ueber USB HID | low byte = keycode, high byte = modifier |
| `HID_CONSUMER` | Media/Consumer-HID | usage id |
| `HOST_COMMAND` | Event an die GUI | command id |
| `HOST_COMMAND` | Event an die GUI | aktuell nicht ausgewertet |
| `MACRO` | Makro aus `SMacroTable` | slot 0..31 |
| `PROFILE_SWITCH` | Profilwechsel | 0..2 oder `0xFF` fuer naechstes Profil |
@@ -35,7 +35,7 @@ Das `packed` ist zwingend, weil Config v3 bytegenau zwischen Firmware und GUI ue
|---|---|
| `HID_KEY` | `usb_hid_send_key()` |
| `HID_CONSUMER` | `usb_hid_send_consumer()` |
| `HOST_COMMAND` | `usb_serial_send(KEY_DOWN/ENC_*)` |
| `HOST_COMMAND` | `USB_EVT_KEY_DOWN (0x81)` mit `key_id` senden |
| `MACRO` | komplette Sequenz sofort abspielen |
| `PROFILE_SWITCH` | Config aus NVM laden, Profil aendern, CRC neu berechnen, speichern, Buttons neu initialisieren |
| `NONE` | nichts |
@@ -46,7 +46,7 @@ Das `packed` ist zwingend, weil Config v3 bytegenau zwischen Firmware und GUI ue
|---|---|
| `HID_KEY` | `usb_hid_release_key()` |
| `HID_CONSUMER` | `usb_hid_release_consumer()` |
| `HOST_COMMAND` | optionaler Up-Pfad, derzeit praktisch ohne Nutzlast |
| `HOST_COMMAND` | keine Ausgabe; `USB_EVT_KEY_UP` ist nur definiert |
| `MACRO` | nichts |
| `PROFILE_SWITCH` | nichts |
| `NONE` | nichts |
@@ -62,6 +62,26 @@ down -> delay(10 ms) -> up
- Makros laufen komplett synchron in der Firmware.
Das Hold-Modell verwaltet keine Menge gleichzeitig gedrückter Tasten. Ein
neuer Keyboard-Down ersetzt den vorherigen Report und jeder Keyboard-Up leert
den gesamten Report. Consumer-HID hat dieselbe Einschränkung mit genau einem
Usage-Wert.
## Host-Commands
Der aktuelle Code sendet für jede `HOST_COMMAND`-Action nur:
```text
Byte 0 = USB_EVT_KEY_DOWN (0x81)
Byte 1 = Matrix-Key-ID oder Encoder-ID
```
`SAction.data` wird dabei nicht übertragen. Auch Encoder-Actions verwenden
aktuell `0x81`; die definierten Events `ENC_CW (0x83)` und `ENC_CCW (0x84)`
werden nicht emittiert. Ein Release erzeugt kein `KEY_UP`-Paket. Das ist
aktuelles Verhalten und als Einschränkung in
[09_known_limitations.md](09_known_limitations.md) festgehalten.
## Makro-Ausfuehrung
Bei `ActionType::MACRO` wird `action.data` als Slot interpretiert.
+4 -1
View File
@@ -41,7 +41,10 @@ Das Board speichert die Slots blind, die GUI verwendet dabei diese Zuordnung:
| Slots | Bedeutung |
|---|---|
| `0..19` | MX-Buttons |
| `20..31` | Encoder-Aktionen (`enc * 3 + act_idx`) |
| `20..31` | Encoder-Aktionen (`20 + enc * 3 + act_idx`) |
Diese Zuordnung ist eine Konvention der externen GUI. Die Firmware erzwingt
sie nicht: `SAction.data` wird direkt als Slotindex `0..31` verwendet.
## Laden
+22 -4
View File
@@ -14,9 +14,12 @@ Dünner Wrapper um **Adafruit NeoPixel** (bit-bang, kein DMA, kein SERCOM).
| `ws2812_show()` | Bit-Bang-Übertragung (~600 µs, Interrupts gesperrt) |
| `ws2812_clear()` | `clear()` + `show()` |
`ws2812_show()` wird in `CMainController::updateLEDs()` **nur** aufgerufen wenn mindestens ein Button dirty war 600 µs Blockzeit werden so vermieden wenn keine Änderung nötig ist.
`ws2812_show()` wird in `CMainController::updateLEDs()` nur aufgerufen, wenn
mindestens ein Button dirty war oder eine Animation läuft. Bei einer endlos
laufenden Animation wird daher in jedem Loop ein Frame übertragen.
**Warum kein DMA?** DMA + SERCOM-SPI würde ~1,5 KB extra RAM (1440 Byte Kodier-Puffer) und erhebliche Implementierungskomplexität erfordern. Bei 20 LEDs und ~20 ms Loop-Rate sind 600 µs gesperrte Interrupts (= 3 % der Loop-Zeit) unkritisch.
Der Treiber nutzt `Adafruit NeoPixel` per Bit-Banging; es gibt keinen
DMA-/SERCOM-Ausgabepfad.
## 2-Schicht-Modell (CButton)
@@ -34,7 +37,7 @@ Aktive Farbe = `override` wenn aktiv, sonst `base`. `clear_override()` kehrt sof
| Animation | Typ | Verhalten | Endbedingung |
|---|---|---|---|
| `STATIC` | — | Feste Farbe | — |
| `BLINK` | Helligkeit | An/Aus, `period_ms` = Halbperiode | endlos |
| `BLINK` | Helligkeit | erste Hälfte an, zweite Hälfte aus; `period_ms` = Vollperiode | endlos |
| `PULSE` | Helligkeit | Lineares Dreieck 0→255→0 | endlos |
| `FADE_IN` | Helligkeit | Einmalig schwarz → voll | → STATIC (voll) |
| `FADE_OUT` | Helligkeit | Einmalig voll → schwarz | → STATIC (base=schwarz) |
@@ -45,6 +48,12 @@ Aktive Farbe = `override` wenn aktiv, sonst `base`. `clear_override()` kehrt sof
**Farb-Animationen** (`compute_rgb`): Berechnen RGB direkt; base/override werden nicht verändert (außer bei Abschluss).
Die globale und LED-spezifische Helligkeit werden beim Initialisieren in die
Base-Farbe eingerechnet. `COLOR_CYCLE` ignoriert diese Base-Farbe und rendert
mit einem festen Faktor von 40 %. Auch CDC-Overrides werden von
`COLOR_CYCLE`/`COLOR_FADE` visuell überdeckt, solange die Farbanimation aktiv
ist.
### COLOR_CYCLE Hue-Arithmetik (kein Float)
Hue 0255 aufgeteilt in 6 Segmente à 43 Einheiten. Innerhalb jedes Segments steigt/fällt ein Kanal linear:
@@ -60,7 +69,16 @@ Seg 5: R=255, B fällt (Magenta → Rot)
Ausgabe wird auf 40 % Helligkeit skaliert (Faktor 102/255) damit die LEDs nicht blenden.
`Adafruit_NeoPixel::ColorHSV()` ist nicht nutzbar: verwendet intern float (kein FPU auf M0+).
Die Firmware verwendet eine eigene ganzzahlige Hue-Umrechnung und ruft
`Adafruit_NeoPixel::ColorHSV()` nicht auf.
Für `PULSE` muss `period_ms >= 2` gelten, da der Code durch die halbe Periode
teilt. Eingehende Configs validieren diesen Grenzwert aktuell nicht.
`COLOR_FADE` benötigt `set_color_fade(to, period_ms)`, weil dort Start- und
Zielfarbe gesetzt werden. Ein bloßes `set_anim(COLOR_FADE, ...)`, wie es beim
direkten Laden dieses Enum-Werts aus der Config geschieht, initialisiert diese
Farben nicht aus den Configdaten.
### Phasenversatz (Regenbogen-Wellen)
+20 -1
View File
@@ -17,6 +17,13 @@ Dateien:
Makros und Config sind komplett getrennt.
Diese Tabelle beschreibt die Adressen, auf die der Laufzeitcode zugreift. Das
aktive Linker-Skript reserviert davon aktuell nur `0x1FE00..0x1FFFF`
ausdrücklich; Makrobereich und erste Config-Row liegen noch im zulässigen
Firmware-ROM. Das aktuelle Binary ist klein genug, aber die Bereiche sind
nicht vollständig gegen Firmwarewachstum geschützt. Siehe
[09_known_limitations.md](09_known_limitations.md).
## `SDeviceConfig`
Aktueller Stand:
@@ -38,6 +45,9 @@ Aktueller Stand:
| `9` | 4 | `enc_sensitivity[4]` |
| `13` | 19 | Reserve |
`enc_sensitivity` ist im Binärformat vorhanden und hat Default `1`, wird von
der Encoderdekodierung derzeit aber nicht verwendet.
### Pro Profil
Jedes Profil belegt 236 Byte:
@@ -97,12 +107,19 @@ Praktisch sichtbares Ergebnis:
5. bei Fehlern Defaults laden und `false` zurueckgeben
Die Firmware faellt also immer auf einen gueltigen Zustand zurueck.
Die Defaults werden bei diesem Fallback nur in das übergebene RAM-Struct
geschrieben und nicht automatisch in Flash persistiert.
Nach erfolgreicher CRC-Prüfung sichert `load()` einen zu großen
`active_profile` im RAM auf Profil 0 ab. Andere Felder und Enum-Werte werden
nicht auf gültige Bereiche geprüft.
## Speichern
`nvm_config_save()`:
1. 740-Byte-Config in einen 768-Byte-Row-Puffer kopieren
1. die vom Aufrufer bereits vorbereitete 740-Byte-Config in einen
768-Byte-Row-Puffer kopieren
2. Rest mit `0xFF` fuellen
3. `MANW = 1`
4. 3 Rows loeschen
@@ -117,6 +134,8 @@ Wichtig:
- der Schreibpuffer muss 4-Byte-aligned sein
- `packed` allein reicht dafuer nicht
- `nvm_config_save()` berechnet die CRC nicht selbst; der Aufrufer muss
`cfg.crc = nvm_config_crc(cfg)` vorher setzen
## Zusammenhang mit Werksreset
+30 -10
View File
@@ -13,13 +13,14 @@ Alle Pakete sind exakt 8 Byte lang:
```text
Byte 0: command / event id
Byte 1: key_id oder chunk-index oder chunk-count
Byte 2: daten a
Byte 3: daten b
Byte 4: daten c
Byte 5..7: reserviert
Byte 2..7: kommandospezifische Daten
```
Es gibt kein Framing und keinen Laengenheader.
LED-Kommandos verwenden Byte 2..4 für RGB. Config- und Makro-DATA-Pakete
verwenden alle sechs Bytes 2..7 als Nutzlast. Einfache Events aus
`usb_serial_send()` nutzen höchstens Byte 2..3 und füllen den Rest mit null.
Es gibt kein Framing, keinen Längenheader und keine Prüfsumme auf Paketebene.
## Richtungen
@@ -49,10 +50,10 @@ Es gibt kein Framing und keinen Laengenheader.
| ID | Name | Zweck |
|---|---|---|
| `0x81` | `KEY_DOWN` | Host-Command-Button gedrueckt |
| `0x82` | `KEY_UP` | Host-Command-Button losgelassen |
| `0x83` | `ENC_CW` | Encoder Host-Command im Uhrzeigersinn |
| `0x84` | `ENC_CCW` | Encoder Host-Command gegen Uhrzeigersinn |
| `0x81` | `KEY_DOWN` | wird für jede aktuelle Host-Action gesendet |
| `0x82` | `KEY_UP` | definiert, aktuell nicht gesendet |
| `0x83` | `ENC_CW` | definiert, aktuell nicht gesendet |
| `0x84` | `ENC_CCW` | definiert, aktuell nicht gesendet |
| `0x85` | `PONG` | Antwort auf Ping |
| `0x90` | `CONFIG_ACK` | Config erfolgreich gespeichert |
| `0x91` | `CONFIG_NACK` | Config ungueltig oder NVM-Timeout |
@@ -65,6 +66,10 @@ Es gibt kein Framing und keinen Laengenheader.
| `0x98` | `MACRO_END` | Makro-Dump fertig |
| `0x99` | `MACRO_NACK` | Makro-Speichern fehlgeschlagen |
Bei `ActionType::HOST_COMMAND` enthält Byte 1 die Matrix-Key-ID oder die
Encoder-ID. `SAction.data` wird nicht übertragen. Auch CW- und CCW-Actions
senden aktuell `0x81`; die Drehrichtung ist im Paket nicht enthalten.
## Chunk-Zahlen
Aktuelle Blob-Groessen:
@@ -115,15 +120,30 @@ Nur bei erfolgreicher Pruefung wird in NVM geschrieben.
`MACRO_COMMIT` schreibt ohne CRC direkt nach NVM und signalisiert nur Erfolg oder Fehler.
Die in `BEGIN` angekündigte Chunkzahl wird zwar gespeichert, aber beim Commit
nicht ausgewertet. Die Firmware verfolgt nicht, welche Chunkindizes tatsächlich
eingetroffen sind. Doppelte, fehlende und ungeordnete Chunks werden deshalb
nicht als solche erkannt. Bei Configdaten schlägt ein unvollständiger Transfer
typischerweise an der CRC fehl; bei Makrodaten kann ein unvollständiger
Null-gefüllter Puffer gespeichert werden.
Die Configvalidierung prüft keine Feldwerte oder Enum-Bereiche. Insbesondere
müssen Hostimplementierungen gültige Profilindizes, Actiontypen, LED-Enums und
Animationsperioden liefern.
## Praktische Hinweise fuer die GUI
- nach `CONFIG_COMMIT` auf `CONFIG_ACK` oder `CONFIG_NACK` warten
- danach erst `MACRO_*` senden
- Dumps besser sequenziell lesen: zuerst Config, danach Makros
- `DtrEnable` muss aktiv sein, sonst verwirft das Board CDC-Ausgaben
- ausschließlich vollständige 8-Byte-Pakete schreiben; schon ein verlorenes
Byte verschiebt die Paketgrenzen für alle folgenden Daten
- Encoder-Host-Actions derzeit nicht anhand von `0x83/0x84` erwarten
## Implementierungsdetails
- RX-Ringbuffer: 256 Byte = 32 volle Pakete
- RX-Ringbuffer: 256 Byte = 32 volle Pakete; er ist ein laufender
Zwischenpuffer und fasst keinen kompletten Configtransfer
- feste 8-Byte-Pakete vereinfachen Firmware und GUI
- nach einem reinen SWD-Reflash kann ein physischer USB-Reconnect noetig sein
+95
View File
@@ -0,0 +1,95 @@
# Entwicklung und Einstieg
Diese Seite ist der praktische Einstieg für neue Entwickler. Für einen
LLM-basierten Coding-Agent zusätzlich die Anweisungen in
[`../AGENTS.md`](../AGENTS.md) bereitstellen.
## Voraussetzungen
- PlatformIO Core oder PlatformIO IDE
- USB-Kabel für Laufzeittests
- Atmel-ICE beziehungsweise kompatibler CMSIS-DAP-Adapter für den Upload
- Zugriff auf die separat gepflegte Windows-GUI, wenn das CDC-Protokoll oder
persistente Formate geändert werden
PlatformIO lädt den Arduino-SAMD-Core, OpenOCD und `Adafruit NeoPixel` über
`platformio.ini`. Das aktive Standardziel ist `versapad_nobl` im Environment
`versapad`.
## Build und Upload
```bash
pio run -e versapad
pio run -e versapad --target upload
```
Der Upload nutzt `upload_openocd.py`, das das von PlatformIO installierte
OpenOCD mit `interface/cmsis-dap.cfg` und `target/at91samdXX.cfg` startet.
Das in `platformio.ini` nur als Beispiel enthaltene Environment
`versapad_usb` ist auskommentiert und mit dem aktuellen NVM-/Linker-Layout
nicht als unterstützt anzusehen.
## Was beim Start passiert
```text
Arduino setup()
500 ms warten
WS2812 initialisieren
1 s rotes Startsignal
Makros aus NVM laden
Config laden und Buttons initialisieren
USB-HID/CDC, Matrix und Encoder initialisieren
Arduino loop()
Matrix scannen
CDC-Pakete verarbeiten
Event-Queue leeren
Werksreset prüfen
LEDs rendern
```
Der Controller blockiert während Makros, Encoder-Taps, Start-/Reset-Feedback
und NVM-Schreibvorgängen. Es gibt keinen Scheduler und keine Threads.
## Einstieg nach Änderungstyp
| Änderung | Zuerst lesen | Typische Dateien |
|---|---|---|
| Matrix/Key-Mapping | `01_matrix.md` | `hal/matrix.*`, `config/pins.h`, Variant |
| Encoder | `02_encoder.md` | `hal/encoder.*`, `CMainController.cpp` |
| Actions/HID | `03_action_engine.md` | `config/action.h`, Controller, `hal/usb_hid.*` |
| Makros | `04_macro_system.md` | `config/macro_config.*`, Controller |
| LEDs | `05_led_system.md` | `CButton.*`, `hal/ws2812.*` |
| Persistente Config | `06_nvm_config.md` | `config/nvm_config.*`, Linker-Skripte |
| Host-Protokoll | `07_serial_protocol.md` | `hal/usb_serial.*`, Controller |
## Verifikation
Es gibt derzeit keine automatisierten Tests. Der minimale lokale Check ist:
```bash
pio run -e versapad
git diff --check
```
Je nach Änderung folgen Hardwaretests:
- Matrix: jede Taste einzeln, Mehrfachtasten und beide Reset-Tasten
- Encoder: beide Richtungen und schneller Richtungswechsel
- HID: Down/Up sowie Modifier und Consumer Usage
- CDC: Ping, vollständiger Config-/Makro-Transfer und Readback
- NVM: Power-Cycle, ungültige CRC und Werksreset
- LEDs: alle Animationen, Helligkeit und temporäre Overrides
Die GUI ist ein externer Vertrag. Änderungen an `SDeviceConfig`,
`SMacroTable`, Action-Werten oder USB-IDs sind erst vollständig verifiziert,
wenn Firmware und GUI dieselben Bytes senden und interpretieren.
## Dokumentation mitpflegen
Bei jedem Change die betroffene Fachdokumentation aktualisieren. Zahlen wie
Structgrößen, Offsets, Chunk-Anzahlen und Flashgrenzen immer aus dem neuen Code
neu ableiten. Offene oder absichtlich nicht behobene Punkte gehören nach
[`09_known_limitations.md`](09_known_limitations.md).
+99
View File
@@ -0,0 +1,99 @@
# Bekannte Einschränkungen und Risiken
Diese Liste beschreibt den aktuellen Implementierungsstand. Sie ist keine
Liste bereits umgesetzter Features.
## Flash-Reservierung stimmt nicht vollständig mit dem NVM-Zugriff überein
Die Firmware liest und schreibt:
```text
0x1FB00..0x1FCFF Makros (512 Byte)
0x1FD00..0x1FFFF Config (768 Byte, davon 740 Byte genutzt)
```
Das aktive Linker-Skript `flash_without_bootloader.ld` erlaubt Firmware jedoch
bis einschließlich `0x1FDFF` und reserviert nur `0x1FE00..0x1FFFF`. Damit sind
`0x1FB00..0x1FDFF` nicht gegen ein zukünftig wachsendes Firmware-Image
geschützt. Das aktuelle Image liegt deutlich darunter, aber der Build prüft
diese NVM-Grenze nicht.
Das Bootloader-Linker-Skript reserviert aktuell gar keinen separaten
NVM-Bereich. Das auskommentierte USB-Bootloader-Environment ist daher kein
unterstütztes Ziel.
Die aktive Boarddatei benennt die MCU als `samd21g17d`, setzt für den
Arduino-Core aber weiterhin das Kompatibilitätsmakro `__SAMD21G18A__`. Der
PlatformIO-Build meldet korrekt 128 KiB Flash und 16 KiB RAM; vor
device-spezifischen Änderungen sollte diese historische Makro-Abweichung
trotzdem geprüft werden.
## Event-Queue hat gemischte Producer
Matrixevents werden im Loop erzeugt, Encoderevents in EIC-Interrupts. Beide
rufen `CEventQueue::push()` auf und verändern denselben Tail-Index ohne
Interruptschutz. Ein Encoderinterrupt kann einen Matrix-Push unterbrechen.
Die bisherige Annahme eines reinen Single-Producer/Single-Consumer-Ringbuffers
ist deshalb nicht vollständig erfüllt; seltene verlorene oder überschriebene
Events sind theoretisch möglich.
Zusätzlich werden Events bei voller Queue still verworfen.
## `HOST_COMMAND` nutzt seine `data` nicht
`SAction.data` ist für `ActionType::HOST_COMMAND` vorhanden, wird in
`execute_action_down()` aber nicht übertragen. Gesendet wird nur
`USB_EVT_KEY_DOWN (0x81)` mit der Matrix-Key-ID beziehungsweise Encoder-ID.
`USB_EVT_KEY_UP (0x82)`, `USB_EVT_ENC_CW (0x83)` und
`USB_EVT_ENC_CCW (0x84)` sind definiert, werden vom aktuellen Controller aber
nicht gesendet. Bei Encoder-Host-Actions geht dadurch die Richtung im
gesendeten Paket verloren, sofern die Host-Anwendung sie nicht anderweitig aus
der konfigurierten Action ableitet.
## HID-Holds sind global
Der Keyboard-Report enthält zwar sechs Keycode-Felder, die Implementierung
setzt aber nur das erste. Jeder neue `HID_KEY`-Down ersetzt den vorherigen
Report; jedes Release sendet einen komplett leeren Report. Analog existiert
nur ein globaler Consumer-Usage-Wert. Gleichzeitige unabhängige Holds werden
daher nicht korrekt verwaltet.
## CDC-Transfers sind nur schwach validiert
- `BEGIN` speichert die angekündigte Chunkzahl, `COMMIT` vergleicht sie aber
nicht mit empfangenen Chunks.
- Doppelte, fehlende oder ungeordnete Chunks werden nicht verfolgt.
- Config-Commit prüft Magic, Version und CRC, aber keine Feldwerte oder
Enum-Bereiche.
- Makro-Commit hat weder CRC noch Vollständigkeitsprüfung.
- Das 8-Byte-Protokoll besitzt kein Framing. Ein verlorenes oder zusätzliches
Byte desynchronisiert alle folgenden Pakete.
Insbesondere kann ein formal CRC-korrektes Profil ungültige Animationswerte
enthalten. `PULSE` benötigt in der aktuellen Arithmetik eine Periode von
mindestens 2 ms; dieser Mindestwert wird nicht validiert.
## Farbanimationen umgehen Teile der Helligkeits-/Override-Logik
Globale und LED-spezifische Helligkeit werden beim Laden in die Base-Farbe
eingerechnet. `COLOR_CYCLE` berechnet RGB dagegen direkt mit festen 40 %
Helligkeit und ignoriert Base-Farbe sowie Override. `COLOR_FADE` benötigt den
separaten Aufruf `set_color_fade()`; das reine Laden des Enum-Werts aus einer
Config setzt keine Start- und Zielfarbe.
## Reservierte beziehungsweise noch ungenutzte Hardware und Felder
- Die drei Fader-Pins sind im Variant und in `config/pins.h` definiert, werden
von der Firmware aber nicht eingelesen.
- `enc_sensitivity[4]` wird gespeichert und mit Default `1` befüllt, beeinflusst
die Encoderdekodierung derzeit aber nicht.
- `SET_LED_BASE` verändert nur den RAM-Zustand und wird nicht in NVM
persistiert.
## Zeitverhalten
Makros und Encoder-Taps verwenden blockierende `delay()`-Aufrufe. Startsignal,
Werksreset-Feedback und NVM-Operationen blockieren ebenfalls den Loop. Während
dessen werden Matrix und CDC nicht bearbeitet; Encoder-ISRs können weiter
Events erzeugen, bis die Queue voll ist.
+11 -2
View File
@@ -1,6 +1,9 @@
# VersaMCU - Dokumentationsindex
# VersaMCU Dokumentationsindex
Die Dateien hier beschreiben den aktuellen Firmware-Stand von Config v3, 3 Profilen und 32x8 Makros.
Die Dateien beschreiben den aktuellen Firmware-Stand von Config v3, drei
Profilen und 32×8 Makros. Bekannte Abweichungen oder noch nicht abgesicherte
Bereiche stehen ausdrücklich in
[09_known_limitations.md](09_known_limitations.md).
| Datei | Inhalt |
|---|---|
@@ -12,6 +15,11 @@ Die Dateien hier beschreiben den aktuellen Firmware-Stand von Config v3, 3 Profi
| [05_led_system.md](05_led_system.md) | LED-Schichten, Animationen, Render-Pipeline |
| [06_nvm_config.md](06_nvm_config.md) | Config v3, 3 Profile, CRC16, Defaults, Werksreset-Bezug |
| [07_serial_protocol.md](07_serial_protocol.md) | 8-Byte-Protokoll, Config-/Makro-Transfer, ACK/NACK |
| [08_development.md](08_development.md) | Setup, Build, Einstieg nach Änderungstyp, Verifikation |
| [09_known_limitations.md](09_known_limitations.md) | Aktuelle technische Einschränkungen und Risiken |
Die Repository-weiten Richtlinien und der kompakte LLM-Kontext stehen in
[`../AGENTS.md`](../AGENTS.md).
## Schnellreferenz
@@ -20,3 +28,4 @@ Die Dateien hier beschreiben den aktuellen Firmware-Stand von Config v3, 3 Profi
- Work-Loop inkl. Werksreset: [00_architecture.md](00_architecture.md)
- Action-Semantik und HID-Hold: [03_action_engine.md](03_action_engine.md)
- CDC-Protokoll und Chunk-Zahlen: [07_serial_protocol.md](07_serial_protocol.md)
- bekannte Risiken vor strukturellen Änderungen: [09_known_limitations.md](09_known_limitations.md)